Von mobilen Daten, Luxusbussen und Haarbändern

Am zweiten und damit vorerst letzten Seminartag haben wir unsere bolivianischen SIM-Karten bekommen und sind jetzt nicht mehr auf WLAN angewiesen. Ja ich weiß, die Jugend von heute… Aber es gibt einem schon ein besseres Gefühl, wenn man zumindest die Möglichkeit hat, im Notfall Google Maps zu nutzen…

Gegen Nachmittag ging es zurück in die Unterkunft, denn über Nacht sollte es weiter in die Hauptstadt gehen. Perfekter Zeitpunkt für einige Telefonate und das erste Mal ein wenig Entspannung.

Wenig später wurden wir zum Busbahnhof gebracht. Der Bus, der uns in den nächsten 12 Stunden nach Sucre gebracht hat, hat meine Vorstellung, die unser pädagogischer Berater in meinen Kopf gepflanzt hatte, bei weitem übertroffen. Die Sitze haben Überbreite, sodass es nur 3 Plätze pro Reihe gibt. Außerdem sind sie total gepolstert und lassen sich quasi bis in die Waagerechte legen, ohne, dass der Hintermann groß davon gestört wird. Auch die Füße kann man hochlegen. Bei der nächsten Fahrt versuche ich einen Sitz zu fotografieren, dass man die Gemütlichkeit erkennt.

Morgens um 6 Uhr sind wir dann in Sucre angekommen. Endlich durften wir wieder in einen dicht gepackten Bus einsteigen. Aus Sorge, dass einer der (natürlich ungesicherten) Koffer aus der OFFENEN Bustür fallen könnte, fragte ein Mitfreiwilliger den Busfahrer: „¿Señor, cómo se puede cerrar la puerta?“ und bekam nur die Antwort: „No se puede“ (Wie kann man die Tür schließen? – Das geht nicht.).

Wenn ihr dachtet, dass das 10er Zimmer aus Santa Cruz schon anstrengend wäre… Dort hatte jedes Bett Vorhänge für die nötige Privatsphäre. Unser neues Hostel „Kultur Berlin“ hat uns also 8er Zimmer geboten. Dass die beiden 8er Zimmer direkt nebeneinander sind, mit einer Tür verbunden, die man nicht schließen kann… Wohl kaum eine notwendige Information. Aber kein Problem. Wir verstehen uns super, nur dem Klassenfahrt Feeling tut es keinen Abbruch. Außerdem ist das Hostel wirklich schön und wir sind sehr nah am Zentrum, was wir uns heute auch schon ein wenig angeschaut haben. Dabei sind die auf einen „Alpaca-Laden“ gestoßen, wo wir spontan den gesamten Haarband Vorrat aufgekauft haben… Ich konnte mich rausreden. Das hält bei mir nicht bzw. es sieht bescheuert aus.

El jardín im Kultur Berlin

In den nächsten zwei Wochen werden wir in Sucre bleiben. Für meine WG ist das ziemlich gut, weil wir uns hier auf ~2700m schonmal an die Höhe gewöhnen können, bevor es dann nochmal einen Kilometer nach oben geht. Neben einigen Terminen für unser Visum haben wir Freizeit und können die Umgebung erkunden.

Veröffentlicht von lalenalapaz

Hi ich bin Lena, 18 Jahre und aktuell in Bolivien, wo ich ein FSJ in einem Kinderhort in La Paz mache. Außerdem versuche ich mir so viel wie möglich anzuschauen. Follow me around!!!

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